Es gibt ein grosse Vielfalt von verschiedenen Trachealkanülen. Schon nur die Sorten sind mehrere: Shiley, Arcadia, Rüsch....

Dann sind die Kanülen aus verschiedenen Materialien: Silikon, Plastik, Silber.

Die einen sind Einwegkanülen, das heisst sie werden nach dem ersten Gebrauch weggeworfen. Die anderen sind Mehrwegkanülen und werden geputzt und sterilisiert und immer wieder verwendet.

Die häufigste Art von Trachealkanüle bei Kindern ist:

einfache / normale Trachealkanüle

Diese sehen Sie auf der folgenden Abbildung:

einfache normale trachealkanuele

An beiden seitlichen Flügeln wird das Halteband fixiert, welches um den Hals anliegt. Der dünne längliche Schlauch ist derjenige Teil, der dann in der Luftröhre liegt. Am runden grossen Teil kommen die verschiedenen Aufsätze drauf, meist eine sogenannte "feuchte Nase". Jede Kanüle ist beschriftet, damit schnell erfasst werden kann, welche Grösse in Gebrauch ist. Auf der Abbildung sehen Sie links zuerst den Firmennamen: "Shiley" und darunter den Typnamen: "3.5 NEO". Auf der rechten Seite sehen Sie: "3.5 ID mm 5.2 OD". ID steht für Innendurchmesser und OD für Aussendurchmesser.

Weiter gibt es Trachealkanülen mit einem Cuff

Ein Cuff ist ein Ballon, der am unteren Teil der Kanüle angemacht ist. Nachdem die Kanüle im Hals eingeführt ist, kann der Ballon aufgeblasen werde. Damit wird der Raum zwischen Kanüle und Luftröhre verschlossen. Diese Abdichtung ist nötigt, wenn eine Beatmung stark kontrolliert werden muss. Sie kann auch nötig sein, wenn immer wieder Speichel oder Nahrung irrtümlicherweise in die Luftröhre gelangt.
Kanülen mit Cuff werden bei Kleinkindern nur selten benutzt.

und gefensterte Trachealkanülen

Diese haben zusätzlich auf der Oberseite der Kanüle "Löcher", damit die Luft beim Ausatmen auch nach oben, also durch Mund und Nase entweichen kann. Damit dies geschieht, muss die Kanüle am Hals jeweils beim Ausatmen zugedrückt werden oder ein Sprechventil aufgesetzt sein.
Bei Kindern ist auch diese Kanüle selten im Einsatz, da die Luftröhre so klein ist, dass die "Löcher" meist nicht an der richtigen Stelle und somit nicht funktionell sind.

sowie Trachealkanülen mit Innenkanülen

Alle oben erwähnten Arten von Kanülen können zusätzlich eine Innenkanüle haben. Sie bieten die Möglichkeit, jederzeit rasch und einfach die Innenkanüle auswechseln zu können und so festgeklebte Sekretteile aus der Kanüle zu entfernen. Die Kanülen verstopfen weniger.
Da Kleinkinder aber schon eine kleine Luftröhre haben und somit schon die normale Kanüle eng ist, hat es keinen Platz für eine zusätzliche Innenkanüle. Kleinkinder haben also keine Kanülen mit Innenkanüle.

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Stiftung Noah: Pflegeratgeber Tracheotomie