Sauerstoff ist zu 21% in unserer Luft vorhanden. Dank Sauerstoffflaschen oder anderen Sauerstoffzufuhren ist es möglich, den Sauerstoffanteil auf bis fast 100% zu erhöhen. Je nach Gerät kann der Sauerstoff mit Literangaben oder Prozentangaben reguliert werden.

Wie nehmen Sie wahr, dass Ihr Kind nicht genügend Sauerstoff bekommt?

Bei Atemschwierigkeiten kann es sein, dass der Körper trotz Einatmen der normalen Luft nicht genügend Sauerstoff erhält.
Ihr Kind wird zyanotisch werden, das heisst, die Farbe der Lippen und Finger wird bläulich. Wird nicht reagiert können auch das ganze Gesicht und schliesslich der ganze Körper blau-grau werden.
Hat Ihr Kind nur einen kleinen Sauerstoffmangel, wird es zuerst durch schnelleres Atmen versuchen, mehr Sauerstoff zu bekommen.
Wenn Ihr Kind zusätzlich durch ein Gerät überwacht wird (Monitor), wird das Gerät auch einen Alarm geben. Jedoch sind Sie mit der Beobachtung Ihres Kindes meist schneller als das Gerät, weil diese häufig eine kleine Verzögerung aufweisen.

Wieviel Sauerstoff sollten Sie geben?

Wenn Ihr Kind einen plötzlichen Sauerstoffmangel hat, können Sie kurzfristig grosszügig Sauerstoff geben. Sobald sich Ihr Kind erholt hat, drehen Sie die Sauerstoffzufuhr wieder zurück.

Hat Ihr Kind eine schnellere Atmung als üblich, und ist immer knapp bei der unteren Alarmgrenze seines Überwachungsgerätes, können Sie mit der kleinstmöglichen Einstellung des Sauerstoffes beginnen. Erhöhen Sie in den kleinstmöglichen Schritten, bis Ihr Kind fortlaufend über der Alarmgrenze bleibt. Tritt dies neu auf, sollten Sie dies unverzüglich mit einem Arzt besprechen.

Hat Ihr Kind üblicherweise Sauerstoff, ist es vermutlich auch monitorisiert. Das Gerät wird Ihnen den Sauerstoffgehalt im Blut angeben. Ein gesunder Mensch hat zwischen 92 und 100% Sauerstoff im Blut. Wenn Sauerstoff gegeben wird, soll aber nicht zwingend immer 100% erreicht werden. Deshalb soll nur soviel Sauerstoff wie nötig gegeben werden, damit das Kind bei einer normalen Atmung genügend Sauerstoff erhält.

Atemschwierigkeiten

Nebst Sauerstoffmangel kann ein Kind auch fortlaufend minim Atemnot haben. Durch verschiedene Arten kann das Kind die Atemnot eine gewisse Zeit selber ausgleichen. Diese Behelfstechniken sind:

  • schnellere Atmung
  • Atmung in aufrechter Haltung
  • aufgestützte Arme
  • verminderte Körperaktivität bis fast zu stetem Schlaf
  • verweigern von Essen und/ oder Trinken

Beobachten Sie aufmerksam die Qualität der Atmung. Ein Kind, das sich fortwährend fürs Atmen anstrengen muss, erschöpft sich schneller und will deshalb öfters kurze Siestas machen. Ebenso sind diese Kinder häufig kaltschweissig.
Wenn zusätzlich bei jedem Atemzug Einziehungen zwischen den Rippen oder unterhalb der Rippen ersichtlich sind, ist die Atmung deutlich erschwert. Tritt dies neu auf, sollte stets mit dem Arzt Kontakt aufgenommen werden.