Einige Kinder können trotz Kanüle nicht selber atmen oder nicht den ganzen Tag selber atmen. Einige brauchen nur eine Atemunterstützung im Schlaf, andere benötigen eine dauerhafte Beatmung.
Das Atmen durch eine Kanüle ist stets etwas anstrengender als das ganz normale Atmen. Sie können dies in etwa nachempfinden, wenn Sie selber einmal durch einen Trinkhalm ein und ausatmen.
Es gibt viele verschiedene Heimbeatmungsgeräte, die alle mehrere Formen von Atemunterstützung bis vollständige Beatmung beinhalten. Welche Form Ihr Kind benötigt, wird der Facharzt im Spital evaluieren und bestimmen.

Unter der Rubrik "zu Hause - Geräte" erhalten Sie weitere knappe Informationen über Heimbeatmungsgeräte.

Natürlich ist das Bedienen des Heimbeatmungsgerätes am Anfang sehr beängstigend, aber keine Sorge, dafür werden Sie im Spital lange und sorgfältig angeleitet. Beobachten Sie Veränderungen der Einstellungen und der Auswirkungen auf Ihr Kind. Fragen Sie nach, weshalb geändert wurde, so lernen Sie ganz nebenbei einiges.

Zu Hause sind Sie nicht alleine. Im Prinzip stellt jede Firma einen 24Stunden-Betreuungsservice zur Verfügung. Kinder, die keinen Unterbruch des Heimbeatmungsgerätes tolerieren, erhalten stets ein zweites Beatmungsgerät in Reserve. So können Sie im Notfall sofort auf das andere Gerät ausweichen. Wenn die Einstellungen der aktuellen Situation des Kindes angepasst wurden, achten Sie darauf, dass diese auf beiden Geräten verändert werden.

Die Pflege des Gerätes und der Schläuche wird Ihnen beigebracht. Auch die Einstellungen werden Ihnen mitgeteilt. Lassen Sie sich diese Informationen schriftlich abgeben.

Kinder mit Heimbeatmungsgerät können sehr lebendig sein. Eine Beatmung zwingt das Kind nicht, im Bett zu bleiben. Es kann sehr wohl nach draussen gehen und spielen, laufen, mit anderen zusammensein. Manchmal ist die Beatmung für das Kind erst recht die notwendige Hilfe um aktiv sein zu können.